Die Konzertreihe “Battements de l’Abbatiale” wurde 2020 ins Leben gerufen , um dieses außergewöhnliche Kulturerbegebäude und seinen akustischen Reichtum durch Musik zur Geltung bringt. Sie finden dieses Jahr Ende August – Anfangs September statt, und das Programmteam bietet erneut außergewöhnliche Musikerlebnisse mit einem Programm, das eklektisch, gleichzeitig gewagt ist und Musikliebhaber aller Horizonte und Genres zugänglich sein soll.
Die Konzerte erstrecken sich bewegend über allen Ecken der grossen Kirche, und das Publikum ist eingeladen, sich mit den Interpreten zu bewegen. Es gibt keine garantierten Sitzplätze, aber zeitweise Sitzmöglichkeiten.
Verpflegung: Vor und nach den Konzerten gibt es kleine Gerichte, zubereitet vom Hof «Ici-produits naturels» in Saules, mit biologischen und lokalen Produkten – ganz im Sinne ihrer Philosophie. Dazu gibt es Getränke, darunter Naturweine der Winzer Christophe Thétaz (1. Wochenende) und Camille Crettol (2. Wochenende).
21.08. ab 18 Uhr
22.08. ab 16 Uhr
23.08. ab 10 Uhr
29.08. ab 16 Uhr
30.08. ab 14 Uhr
Cassolettes mit Tomaten aus Saicourt, Frischkäse und Basilikum
Cassolettes mit Bärlauch und Tête de Moine
Roastbeef mit Kartoffelsalat
Platte mit Tomatensuppe und kleinen Überraschungen
Brunch vom 23.08: die Anmeldepflicht ist abgelaufen und wir sind ausgebucht. Das Restaurant L’Auberge de Bellelay ist aber ab 12 Uhr offen. Es befindet sich auf der anderen Seite der Strasse.
Öffentlicher Verkehr: Die Konzerte vom 22., 23. und 30. August sind mit Hin- und Rückfahrt im öffentlichen Verkehr erreichbar. Für die Rückfahrten nach Sonceboz / Biel am 21. und 29. August werden vor Ort Mitfahrgelegenheit organisiert.
Unterkunft: Kontaktieren Sie carine.zuber@abbatialebellelay.ch, wir werden versuchen, eine Unterkunftslösung in der Umgebung für Sie zu finden
TRËI singt vocal folk aus verschiedenen Kulturen und bringt eigene Arrangements und Kompositionen auf die Bühne. Das Trio singt und spielt szenische Konzertprojekte und interdisziplinäre Kooperationen, die sich immer wieder um die Frage des Menschseins drehen. Die drei Frauen verweben dabei ihre unterschiedlichen Herkünfte und feiern die Vielfalt in jeder Form.
In Bellelay präsentieren sie ihr Programm «ONDE», in dem Gesänge und Kulturen aus fernen Regionen zwischen den Steinmauern erklingen. In sechzehn Sprachen überlagert das Trio Improvisationen und Wiegenlieder, Jodelgesang und Hymnen, die Schönheit und den Schrecken der Meere. Für Räume mit langer Nachhallzeit konzipiert, lädt ONDE dazu ein, unter die Oberfläche des Klangs zu lauschen.
Niño de Elche – Voz
Emilio Caracafé – Guitarra
flamenco nuevo
Niño de Elche ist ein radikaler und wunderbar inspirierter Künstler. Er verachtet Klischees, misstraut den Codes und ist in wenigen Jahren zu einem echten Phänomen geworden. In der Tradition verwurzelt, hat er sich rasch von der Orthodoxie entfernt und genießt es – nicht ohne Ironie –, Regeln zu überschreiten und sich ständig neu zu erfinden. Bekannt für seine Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten aus Tanz (Israel Galván, Rocío Molina), Theater (Angélica Liddell) und Musik (Raül Refree, C. Tangana, Rosalía …), präsentiert Niño de Elche in Bellelay das letzte Kapitel seiner Trilogie, bestehend aus Memorial de cante en mis bodas de plata con el flamenco (2021) und Flamenco. Mausoleo de celebración, amor y muerte (2022). Dieser letzte Teil, Cante a lo gitano (2024) („Zigeunergesang“), widmet sich einer Neuinterpretation des Repertoires von Manuel Torre (1880–1933), genannt Niño de Jerez, einer singulären Figur und wahren Legende der spanischen Musik.
« Niño de Elche est tour à tour une forêt bruissante, un cheval fou, une pierre qui claque contre un mur. Une musique nouvelle, expérimentale et follement poétique, labyrinthique et fluide. »
Als prägende Figur der internationalen experimentellen Szene entfaltet Kali Malone an der Orgel eine Musik von seltener Intensität. Die amerikanische Komponistin und Interpretin erforscht akustische Phänomene, Schwebungen, mikrofeine Klangfarbenveränderungen und langsame harmonische Transformationen.
Kali Malone komponiert und interpretiert mit großer Klarheit der Vision. Ihre Musik ist geduldig und konzentriert, aufgebaut auf sich entwickelnden harmonischen Zyklen, die latente emotionale Resonanzen freilegen; sich von Erwartungen an Dauer und Umfang zu lösen, eröffnet einen Raum für Reflexion und Kontemplation. In ihren Händen werden experimentelle Neuinterpretationen jahrhundertealter polyphoner Kompositionsmethoden und historischer Stimmungssysteme zu Zugängen für neue Weisen, Harmonie, Struktur und Introspektion wahrzunehmen.
Malones Musik für Pfeifenorgel, Chor, Kammerensembles und elektroakustische Formate hat rasch internationale Anerkennung gefunden. Sie ist intensiv aufgetreten und hat ihre Arbeiten unter anderem in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie de Paris, bei Radio France, in der Rockefeller Chapel, der Grace Cathedral, im Southbank Centre, bei Bozar, im Schauspielhaus, im Berghain, beim Unsound Festival, bei Berlin Atonal und im Kanal Pompidou präsentiert – sowie in zahlreichen weiteren Museen, Kunstorten, Konzertsälen, Kirchen und auf Festivals in ganz Europa, Nordamerika, Japan und Australien. Zu ihren Aufträgen und Residenzen zählen Ina GRM, die Biennale von Venedig, die Art Gallery of New South Wales, Orgelpark und Lafayette Anticipations. Sie hat mit verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern zusammengearbeitet und gespielt, darunter Stephen O’Malley, Lucy Railton, Caterina Barbieri, das Macadam Ensemble, Leila Bordreuil und Drew McDowall.
In Bellelay präsentiert sie eine Auswahl von Kompositionen aus ihren von der Kritik gefeierten Alben All Life Long und The Sacrificial Code, für Orgel adaptiert, sowie eine zusätzliche Begleitung von Stephen O’Malley bei mehreren vierhändigen Orgelstücken. Stephen O’Malley ist ein Gitarrist, Produzent, Komponist und bildender Künstler, der seit über zwanzig Jahren zahlreiche Drone- und experimentelle Musikprojekte konzipiert und daran mitgewirkt hat — darunter zählen SUNN O))), KTL und Khanate zu seinen bekanntesten Projekten.