[English below]
Am 16. August 2026 lädt die Ausstellung Galop gallop galopp von Gil Pellaton ein letztes Mal zum Besuch ein.
Ausgehend von der Ausstellung und ihren rhytmischen, akustischen und politischen Motiven präsentiert die Gastkuratorin Selma Meuli ein Performance-Programm in zwei Akten. + Drinks & Snacks im Garten.
[E]
On 16 August 2026, Gil Pellaton’s exhibition Galop gallop galopp welcomes visitors for one final day.
Guest curator Selma Meuli presents a performance programme in two acts. The programme embodies and revisits central motives of the exhibition such as its rhythmic, aural and political dimensions. + Drinks & snacks in the garden.
Tapiwa Svosve ist Musiker und Theoretiker. In seiner multidisziplinären Praxis bringt er Klang mit Theater, Malerei und historischer Forschung in Dialog. Ausgehend von Stille, Leerraum, Solo-Performance und dem Zusammenspiel zwischen Körper und Instrument entwickelt er musikalische und klangliche Ansätze zu unterschiedlichen physischen und performativen Techniken, die von extremer Avantgarde über Free Jazz bis hin zur Noise-Musik reichen. Die Performance ist ein ausschliesslich improvisiertes Stück, das mit Echo und Wiederholung spielt. Durch die Verbindung von akustischem Saxophon und elektronischen Elementen reagiert das Konzert auf die einzigartige Akustik der Abbatiale de Bellelay und macht sie selbst zum Teil der Komposition.
[E] Tapiwa Svosve is a musician and multidisciplinary artist. He adapts music and sound to develop various physical and performative techniques, spanning extreme avant-gardism to free jazz. His entirely improvisational piece plays with echo and repetition. Combining acoustic saxophone and electronic elements, the performance responds to the unique acoustics of the Abbatiale de Bellelay, making them an integral part of the composition itself.
New Kyd
Iron Chicken (2026)
Solo Performance
In Iron Chicken untersucht New Kyd Gehen, Wiederholung, Meditation, Òrìṣà-Tanzvokabulare und Transformation durch die Anhäufung von Wäsche und Fortbewegung. Ausgehend von der alltäglichen Handlung, einen Wäschekorb auszuleeren und sich einem Haufen sauberer Kleidung zu stellen, behandelt die Performance gewöhnliche Kleidungsstücke als Material für körperliche Transformation. Das Stück beruft sich auf Ògún, die Yorùbá-Gottheit des Eisens, die mit Arbeit und der Machete in Verbindung gebracht wird, die sich einen Weg durch dichtes Gelände bahnt, um Zustände der Verletzlichkeit und der Verwandlung zu erforschen. Begleitet von einer Komposition von Julius Eastman, dessen Einsatz von Wiederholungen die Wahrnehmung im Laufe der Zeit verändert, anstatt einfach immer wieder zum gleichen Punkt zurückzukehren, entfaltet sich das Werk in Zyklen aus Anhäufung, Bewegung und Wandel.
[E] In Iron Chicken, New Kyd investigates walking, repetition, meditation, Òrìṣà dance vocabularies, and transformation. Emerging from the ordinary domestic act of emptying a laundry basket and confronting a pile of clean clothing, the performance treats everyday garments as materials for bodily transformation. The piece invokes Ògún, the Yorùbá deity of iron, associated with labour and the machete that cuts pathways through dense terrain. Accompanied by a musical composition by Julius Eastman, the performance explores states of vulnerability and metamorphosis.